Monatsthema Juni 2007:

Lagerung von Notfallpatienten

 

Zuerst noch einmal zurück an den Start:

Doch nun zum Thema:

LAGERUNGEN IM RAHMEN DER SCHOCKBEKÄMPFUNG:

 

Wir erinnern uns: Schockbekämpfung allgemein:

richtige Lagerung, frische Luft, zudecken, gut zureden, ruhige Situation schaffen

 

1a) Leicht erhöhter Kopf und Oberkörper:

bei Kopfverletzungen und Schlaganfall

 

1b) Erhöhter Oberkörper (so, dass sich der Patient mit seinen Armen seitlich abstützen kann):

bei Atemnot, Herzinfarkt

 

1c) Rückenlage mit Knierolle:

bei Bauchschmerzen (sollte der Patient lieber auf der Seite liegen wollen, ist auch o.k)

 

1d) grundsätzlich keine Veränderung der Lage:

bei Verdacht auf Wirbelsäulen oder Beckenverletzung

(claro: aus der Gefahrenzone bringen ist immer erlaubt)

 

2) Beine hochlagern:

bei Kollaps, Blutungen an Armen und Beinen, Verbrennungen

(aber nur, wenn keine Lagerung, wie unter 1) beschrieben, erforderlich ist)

 

Liegt eine Knochen- oder Gelenksverletzung vor, darf dieser Körperteil auch nicht bewegt werden.

(sollte der Patient noch irgendwas bewegen können, wird er es euch handgreiflich in Erinnerung rufen!)

 

zum Abschluss noch: blutenden Körperteil hochhalten

 

 

zu 1a) Erkennen eines Schlaganfalls:

starke Kopfschmerzen

Gefühlsstörungen, Schwäche oder Lähmungen in Armen, Beinen oder Gesicht, die meist auf eine Körperhälfte beschränkt sind

Sehstörungen

Sprachstörungen oder gestörtes Sprachverständnis

Bewusstseinsstörungen, plötzlicher Schwindel

 

Merke: - "das geht schon vorüber" , "es wird eh' schon besser" - ist der gröbste Fehler (vor dem nächsten Schlaganfall....)

 

zu 1b) Erkennen eines Herzinfarkts:

stechend-brennende Schmerzen hinter dem Brustbein

Atemnot

Übelkeit/Erbrechen

Todesangst

 

Merke: - "das geht schon vorüber" , "es wird eh' schon besser" - ist der gröbste Fehler (vor dem nächsten Infarkt....)

 

 

 

 

Das einzig Falsche ist: nichts zu tun !!!

 

Besonders wird darauf hingewiesen, dass seitens des Erstellers dieser Seite keine wie immer geartete Gewähr gegeben werden kann!

Diese Themen sollen insbesondere dazu anregen, wieder einmal einen Kurs bei einer Rettungsorganisation zu belegen und das Wissen auf den letzten Stand zu bringen. Glaubt's mir: es kost' kein Haus - und hilft wirklich!!!

 

Bin für Anregungen und ev. Korrekturen dankbar

Euer joko 

vmcm.sf@gmx.net